Diamant aus Asche – ein einzigartiges Erinnerungsstück
Manches Stück ist mehr als Schmuck – es ist Erinnerung. Ein Diamant aus Asche bewahrt die Nähe zu einem geliebten Menschen auf eine sehr persönliche Weise: als echter Stein, den Sie tragen und in Ruhe bei sich behalten können. Vielleicht fragen Sie sich, ob das wirklich ein echter Diamant ist, ob der Weg dorthin seriös verläuft und was so ein Erinnerungsstück ungefähr kostet. Das sind gute, wichtige Fragen. Aus einer kleinen Menge Kremationsasche entsteht tatsächlich ein echter Erinnerungsdiamant – wissenschaftlich fundiert, in Österreich zulässig und bei uns persönlich begleitet. Wir nehmen uns Zeit, alles verständlich zu erklären.
Wie wird aus Asche ein Diamant?
Der Gedanke wirkt zunächst überraschend, die Erklärung ist aber einfach. Jeder Diamant besteht im Kern aus Kohlenstoff – und Kohlenstoff steckt auch in der Kremationsasche. Genau hier setzt der Prozess an.
Zunächst wird aus der Asche der Kohlenstoff gewonnen. Dieser Kohlenstoff wird anschließend unter sehr hohem Druck und hoher Temperatur verdichtet. Fachleute sprechen vom HPHT-Verfahren (Hochdruck-Hochtemperatur) – vereinfacht gesagt werden dabei genau die Bedingungen nachgestellt, unter denen Diamanten auch tief in der Erde entstehen. Es ist also derselbe Vorgang wie in der Natur, nur kontrolliert und beschleunigt.
Das Ergebnis ist kein Imitat und kein „Kristall-Ersatz“, sondern ein chemisch echter Diamant. Weil er aus der Asche eines geliebten Menschen gewachsen ist, nennt man ihn Erinnerungsdiamanten.
Der Weg von der Asche zu Diamant gliedert sich in mehrere Abschnitte: die Einwaage der Asche, die Kohlenstoffgewinnung, das Wachsen des Kristalls, den Schliff und zuletzt die Fassung. Wie das bei uns konkret abläuft, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
Der Ablauf bei Schöller
Von Anfang an begleiten wir Sie persönlich – ruhig, transparent und mit Feingefühl für das, was hinter diesem Stück steht. Damit Sie wissen, was Sie erwartet, hier die einzelnen Schritte im Überblick.
Schritt für Schritt zum Erinnerungsdiamanten
- Beratungsgespräch bei uns: Wir besprechen Ihre Wünsche – Größe, Farbe und die Art des späteren Schmuckstücks. In Ruhe, ohne Druck, mit Zeit für alle Fragen.
- Übergabe der Asche: Sie übergeben die benötigte Menge Asche unserem Team – diskret und wertschätzend.
- Weitergabe an unseren Partner: Wir senden die Asche an ein spezialisiertes Labor, das auf die Herstellung von Erinnerungsdiamanten ausgerichtet ist. Welchen Partner wir konkret beauftragen, besprechen wir offen mit Ihnen.
- Herstellung beim Partner: Der Diamant wächst im HPHT-Verfahren. Je nach gewünschter Größe und Farbe dauert das in der Regel mehrere Monate.
- Gemmologische Prüfung durch Desirée Schöller: Als European Gemmologist (GWA) prüft sie den fertigen Diamanten vor der Übergabe fachlich – Sie erhalten also eine echte Qualitäts-Gewähr und nicht nur ein weitergereichtes Paket.
- Fassung in unserer eigenen Werkstatt: Unser Goldschmied- und Uhrmachermeister fasst den Stein sorgfältig in Ihr Wunschstück – Ring, Anhänger oder Ohrstecker. Mehr dazu auf der Seite zu unserer Meisterwerkstatt.
- Übergabe Ihres Erinnerungsstücks: Sie erhalten Ihr persönliches Stück – inklusive Zertifikat zum Diamanten.
Was kostet ein Diamant aus Asche?
Beim Thema Kosten sind wir ehrlich: Einen festen Preis gibt es nicht, weil jeder Diamant aus Asche individuell entsteht. Damit Sie trotzdem eine verlässliche Orientierung haben, erklären wir offen, welche Faktoren den Preis bestimmen – ohne versteckte Posten.
| Faktor | Einfluss auf den Preis |
|---|---|
| Größe des Diamanten | von ca. 0,25 Karat (dezent) bis 1+ Karat |
| Farbe | Weiß, Blau, Gelb, Grün – je nach Wunsch |
| Art des Schmuckstücks | Ring, Anhänger, Ohrstecker |
| Fassung/Material | Gold, Platin, Silber |
Als grobe Einordnung: Kleinere Steine ab etwa 0,25 Karat sind deutlich günstiger als ein Diamant von einem Karat oder mehr. Auch besondere Farben und die Wahl der Fassung wirken sich aus. Wo genau Ihr Wunschstück liegt, lässt sich seriös erst im persönlichen Gespräch sagen – dann rechnen wir alles nachvollziehbar mit Ihnen durch, bevor Sie sich entscheiden.
Ein Beispiel aus der Praxis: Frau M. wünschte sich einen kleinen, blauen Diamanten als Anhänger, gefasst in 585er Weißgold. Von der Übergabe der Asche bis zum fertigen Stück vergingen einige Monate – ein Weg, den wir Schritt für Schritt gemeinsam gegangen sind.
Ist ein Erinnerungsdiamant seriös und echt?
Diese Frage hören wir oft – und sie ist berechtigt. Kurz gesagt: Ja. Ein Diamant aus Asche ist chemisch identisch mit einem Naturdiamanten, weil beide aus reinem Kohlenstoff bestehen und unter hohem Druck und hoher Temperatur entstehen. Er ist damit ebenso ein echter Diamant wie ein im Labor gezüchteter Stein. Das Besondere liegt in der Herkunft: Der Kohlenstoff stammt aus der Asche des geliebten Menschen.
Seriös wird der Weg durch klare Kriterien: ein Zertifikat zum Diamanten, die gemmologische Prüfung durch eine European Gemmologist im eigenen Haus, ein transparent benannter Partner und eine ehrliche Aufklärung über die Kosten. Genau darauf legen wir bei dieser Form der Diamant-Bestattung Wert. Grundlegendes zu weiteren Formen des Andenkens finden Sie in unserem Erinnerungsschmuck im Überblick.
Häufige Fragen
Ist ein Diamant aus Asche in Österreich legal?
Ja. Die Herstellung eines Diamanten aus Kremationsasche ist zulässig und lässt sich organisatorisch sauber abwickeln. Wichtig ist eine sorgfältige, begleitete Übergabe der Asche – genau dabei unterstützen wir Sie.
Ist es wirklich ein echter Diamant?
Ja. Der Stein ist chemisch identisch mit einem Naturdiamanten. Er entsteht aus dem Kohlenstoff der Asche unter Hochdruck und Hochtemperatur – demselben Prinzip, nach dem auch Diamanten in der Natur wachsen.
Wie viel Asche wird für einen Diamanten benötigt?
Nur eine kleine Menge – je nach Verfahren etwa 100 bis 500 Gramm. Die übrige Asche bleibt Ihnen selbstverständlich erhalten.
Wie lange dauert die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten?
Das hängt vor allem von Größe und Farbe ab. In der Regel sollten Sie mit mehreren Monaten rechnen – von der Herstellung beim Partner über die gemmologische Prüfung bis zur Fassung in unserer Werkstatt.
Kann man den Diamanten auch ohne Schmuckstück erhalten?
Ja. Der Stein kann auch lose übergeben werden, wenn Sie ihn separat aufbewahren möchten. Eine Fassung ist jederzeit auch später möglich.
Welche Farben sind möglich?
Je nach Wunsch sind Weiß, Blau, Gelb oder Grün möglich. Welche Farbe zu Ihnen und Ihrer Vorstellung passt, besprechen wir in Ruhe im Beratungsgespräch.
Geht das auch für ein Haustier?
Ja, auch aus der Asche eines Tieres lässt sich ein Erinnerungsdiamant fertigen. Mehr dazu lesen Sie beim Erinnerungsdiamant für Haustiere.
Nächste Schritte
Wenn Sie mögen, sprechen wir in Ruhe über Ihre Wünsche – unverbindlich und ganz ohne Druck. In unseren Geschäften in Strasshof oder Gänserndorf nehmen wir uns Zeit, erklären Ihnen jeden Schritt und begleiten Sie diskret und wertschätzend. Kommen Sie vorbei – und wenn Sie zwischendurch Fragen haben, sind wir gerne für Sie da.